Einzelnorm mit Kommentar

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GlüStV-Werberichtlinie

Kommentar von Rechtsanwalt Boris Hoeller, Bonn

§ 6

Differenzierung nach Art des Werbemediums

Differenzierung nach Art des Werbemediums

Werbung für öffentliches Glücksspiel in Medien, deren redaktioneller Teil sich überwiegend an Minderjährige richtet, sowie Werbegestaltungen, die primär Minderjährige ansprechen, sind unzulässig.

Kommentar zu § 6 GlüStV-WerbeRili, Version 0.11 vom 11. Februar 2013

Einführung

Die Bestimmung des § 6 ist mit "Differenzierung nach Art des Werbemediums" überschrieben.

Einzelkommentierung

§6 - K100


Differenzierung nach Art des Werbemediums
· Die Bestimmung des § 6 betrifft Werbung für öffentliches Glücksspiel in Medien, sowie Werbegestaltungen.

§6 - K1000


§ 6 Absatz 1
· Die Bestimmung des § 6 besteht strukturell aus einem Satz, der zwei Halbsätze enthält.

§6 - K1100


Werbung für öffentliches Glücksspiel in Medien und Werbegestaltungen
· § 6 ist zwar mit "Differenzierung nach Art des Werbemediums" überschrieben, beinhaltet aber eine Bestimmung, die sich an Minderjährige richtende und diese ansprechende Werbung in Medien bzw. Werbegestaltungen für unzulässig erklärt.

Amtliche Begründung

Quelle: Begründung, Seite

Zu § 6 (Differenzierung nach Art des Werbemediums) § 6 stellt zunächst Grundsätze für sämtliche Werbemedien auf. Als Werbemedien bezeichnet man jede reale, sinnlich wahrnehmbare Erscheinungsform der Werbebotschaft. Erfasst sind alle Kommunikationswege, die für Werbung genutzt werden, darunter z.B. Fernsehen, Radio, Internet, Printmedien und Werbeflächen. Im Sinne des Minderjährigenschutzes darf Werbung für öffentliches Glücksspiel diese nicht primär ansprechen. Das gilt einerseits für die Inhalte, aber auch für die Werbemedien, mit denen die Werbung verbreitet wird.